Am 30.05.15 bin ich für die Aktion kleiner Prinz an den Start des Hoffnungslauf gegangen (zum Vorbericht). Pro gelaufenen Kilometer hat die Sparkasse Münsterland Ost einen Euro gespendet. Der Organisator hatte mich gefragt, ob ich nicht als „Weltmeister im Rückwärtslaufen“ an den Start gehen wollte. Dieser netten Einladung bin ich natürlich gefolgt. Die lokale Presse ließ es sich dann nicht nehmen und kündigte mich groß in mehreren Artikeln an. Ich hoffe, dass sich dadurch noch weitere Läuferinnen und Läufer motivieren konnten auch am Hoffnungslauf teilzunehmen. Innerhalb von 6 h Lauf konnten wir Läuferinnen und Läufer so viele Kilometer laufen wie wir wollten. Ich entschied mich natürlich die ganze Zeit zu laufen. Da ich allerdings (noch nicht) 6 h am Stück rückwärtslaufen kann, wechselte ich nach jeder Runde die Laufrichtung. Auf der 3 km Runde lief ich rückwärts und auf der 6 km Runde lief ich vorwärts.

Für die ersten ca. 20 km begleitete mich ein alter Studienkollege und sein Freund. Mit dieser Ablenkung vergingen die ersten 2h sehr schnell. Abwechselung von oben brachte auch ein kleiner Hagelschauer. Da der Hagelschauer von vorne kam und ich zu diesem Zeitpunkt rückwärts unterwegs war, waren die Hagelkörner eine angenehme, aber leider nur kurze Massage für die Waden. Die letzten Stunden musste ich dann jedoch alleine laufen. Auch wenn keiner kontrollierte, ob ich die 3 km Runden wirklich rückwärts lief, blieb ich natürlich bei der Laufrichtung . So viel Ehre muss ein. Zum Ende hin wurden allerdings vor allen Dingen die Rückwärtsrunden sehr anstrengend, weil ich in letzter Zeit wenig rückwärts gelaufen bin. Umso dankbarer war ich über die Motivationsrufe, der vorbeifahrenden Radfahrerinnen und Radfahrer und der vorbeilaufenden Spaziergängerinnen und Spaziergänger. Sie erkannten mich als den „Weltmeister“ aus der Zeitung und feuerten mich fleißig an.
Ingesamt kam ich an diesem Tag in knapp 5 1/2 Stunden auf 54 km. Davon lief ich 21 km rückwärts. Das machte insgesamt 54 € für den guten Zweck. Hinzu kamen noch 50 € aus der Wette mit dem Warendorfer Karnevalsprinz Roman I. Dieser wettete zuvor, dass er mich im Sprint (100 m) besiegt. Leider habe ich diese kleine Showeinlage für die Zuschauer verloren, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich auch schon gut 30 km in den Beinen. Außerdem sind 100 m für mich einfach zu kurz. Die 50 € spendete der Prinz allerdings trotzdem. DANKE!

 

 

Falls ihr also Ende Mai 2016 laufend etwas gutes tun wollt, kann ich euch diesen Lauf sehr empfehlen. Ihr braucht kein Startgeld zahlen, werdet verpflegt und die Strecken um den Emssee sind sehr schön. Das wichtigste ist dabei natürlich, dass ihr etwas für den guten Zweck tut.