Vom 24.-25.05.14 nahm ich zum zweiten Mal am 24 h MTB-Rennen in Rieste teil. Bei meiner ersten Teilnahme war ich in einem 4er Team (bzw. 3er Team, da einer verletzungsbedingt ausgefallen ist). Dieses Jahr ging ich zusammen mit Lars Schmidtke in einem 2er Team (Team: www.fitnessschule.de) an den Start. Die Aufgaben war also ganz einfach: Wie viele Runden schaffen wir in 24 h auf der ca. 10 km langen Strecke rund um den Alfsee in Rieste. Dabei durfte natürlich immer nur einer auf der Strecke sein.

Bevor es nach Rieste ging, schoben wir noch zwei spezielle Trainingseinheiten vor dem eigentlichen Rennwochenende ein. An einem Freitagabend fuhren Lars und ich bei tiefster Dunkelheit eine kleine Tour im Teutoburger Wald. Schließlich mussten wir beim Rennen ja auch die Nacht irgendwie überbrücken. Obwohl ich mich mittlerweile sehr gut im Teutoburger Wald auskenne, war diese Fahrt schon etwas spezielles. Im Dunklen sieht alles nochmal anders aus und so haben wir uns auch das eine oder andere Mal verfahren. Die Fahrt war aber ein absolutes Erlebnis, denn die altbekannten Wege konnte man durch die nächtliche Ruhe und die Dunkelheit nochmal für sich neu entdecken.

 

 

Zwei Tage später fuhren wir schließlich noch eine etwas längere Tour im Teuto mit dem 4er Team, in dem mein Bruder mitfuhr. Auch diese Tour war ein absolutes Highlight, denn das Wetter stimmte und ich fuhr in dem Teil des Teutos, in dem ich eigentlich nicht so oft fahre. Hier findet ihr die Strecke dazu:

 

 

Für das Rennwochende am 24. und 25. Mai war perfektes Wetter vorhergesagt. Das steigerte natürlich die Vorfreude. Im letzten Jahr musste das Rennen nämlich auf Grund von anhaltendem Regen in der Nacht für ca. 6 Stunden unterbrochen werden. Das stand uns diesmal aber Gott sei Dank nicht bevor.

Obwohl wir an diesem Wochenende noch genügend Kilometer sammeln würden, fuhren wir nach dem Aufbau unseres Lagers noch eine Kennlernrunde auf der Strecke und machten ein paar Fotos für die Zeitung.

 

 

Im Vergleich zum Vorjahr haben die Organisatoren einige Streckenabschnitte verändert, so dass wir die Strecken nicht komplett aus dem Vorjahr kannten. Insgesamt war es wieder ein Mix aus flachen Stücken über verschiedene Untergründe, kleineren Anstiegen (z.B: über den Schutzwall des Alfsees oder den Rampen im Start- und Zielbereich).

Bevor der Startschuss zum Rennen um 14 Uhr gegeben wurde, gab es wieder die obligatorische Fahrerbesprechung. Hier kamen alle Teilnehmer zusammen und die Organisatoren gaben letzte Instruktionen.

 

 

Dann ging es endlich los. Lars fuhr die erste Runde, denn er hatte beim Auslosen verloren. Die erste Runde ist nicht so schön zu fahren, da die Fahrer noch sehr dicht beieinander sind. Der Start erfolgte in zwei Etappen. Zunächst wurden die 4er und die 8er Teams auf die Strecke geschickt und 5 Minuten später die 2er Teams und die Einzelfahrer.

 

 

Nachdem Lars direkt eine sehr schnelle Runde gefahren ist, durfte ich danach endlich auf die Strecke. Wir wechselten uns zu Beginn immer nach jeder Runde ab. Die ersten Runden waren schnell gedreht. Das Wetter war perfekt: die Sonne schien, so dass man noch was für die Bräune tun konnte. Zu warm war es aber auch nicht.

 

 

Gegen Abend wechselten wir dann den Rhythmus und fuhren immer zwei Runden am Stück. Auf die hereinbrechende Dunkelheit freute ich mich besonders. Ich war gerade wieder auf der Strecke, als die Sonne am Alfsee unterging und so langsam eine herrliche angenehme Sommernacht begann. Auch wenn ich jetzt in der Nacht immer zwei Runden (= ca. 1 Stunde) Pause hatte, konnte ich dennoch nicht richtig schlafen. Ich legte mich zwar kurz hin, aber der Körper wollte nicht richtig zu Ruhe kommen. Gegen die Müdigkeit hatte ich aber ein einfaches Mittel gefunden: Ich hörte NDR Radio und musste mich das eine oder mal dabei ertappen, wie ich zu den Liedern laut mitsang.

 

 

Auf der Strecke war ich wieder zufällig passend zum Sonnenaufgang. Dieser brachte mir wieder neue Energie und die Rundenzeiten wurden wieder etwas schneller im Vergleich zur Nacht. Energie brachte mir auch die super Verpflegung in der Wechselzone. Ich glaube, dass ich in Wirklichkeit solche Rennen mache, damit ich mir den ganzen Tag den Bauch vollhauen kann 😉

 

 

Die restlichen Stunden auf dem Rad gingen schnell vorüber. Bei dem herrlichen Wetter kamen einige Zuschauer an die Strecke, was noch einmal zusätzlich motiviert.

Bei der vorletzten Runde entschied ich mich die letzte Runde auch noch mitzufahren. Gemeinsam mit Lars und meinem Bruder fuhren wir aber eine ruhige und langsame Runde, um einen schönen Abschluss zu haben. Unterwegs hielten wir dann noch an einem Restaurant am See und gönnten uns ein Eis. Zuvor hatten wir dafür leider nicht die Zeit.

 

Insgesamt war es wieder eine super schöne Herausforderung, die ich meistern konnte. Als nächstes wäre dann ein 24 h Rennen dran, das ich alleine fahre. Mal sehen, ob ich mich 2015 dieser Herausforderung stelle.

Die Ergebnisse zum Rennen findet ihr hier.
Von 17 2er Männerteams haben wir den vierten Platz belegt. Insgesamt sind wir 43 Runden gefahren.
Ich bin so auf ca. 270 km gekommen. Diese findet ihr hier:

Hier findet ihr außerdem noch den Zeitungsbericht aus der EV:

Deutsche Meisterschaft – Dettener düsen 24 Stunden auf dem Mountainbike um den Alfsee